Bildschirmarbeitsplätze

Beschattung von Bildschirmarbeitsplätzen

In den heutigen Büros lässt sich die ideale Aufstellung des Bildschirms - mit Blickrichtung parallel zur Fensterfront- leider nicht für alle Arbeitsplätze verwirklichen.

Für den Nutzer des Arbeitsplatzes erscheint das tagsüber helle Fenster als Spiegelung im Bildschirm.
Dieser hohe hell/dunkel-Kontrast stört das menschliche Auge und verhindert konzentriertes und effektives Arbeiten. Die Pupille öffnet sich (beim Blick auf dunkle Flächen) und schließt sich (beim Blick auf helle Flächen). Bei den o.a. Blendwirkungen werden beide Funktionen immer wieder durchgeführt und führen zur Ermüdung des Auges.
 
Im näheren Blickfeld sollen die Unterschiede der Leuchtdichte nicht größer als 1 : 3, im weiteren Umfeld etwa 1 : 10 sein. Ein normales Umfeld in einem Büro entspricht diesen Anforderungen.
 
Ein Bildschirmarbeitsplatz muss sich nicht immer in einem Bürohaus oder einem Amt befinden. Auch der private Arbeitsplatz wird effizienter gestaltet, wenn Blendwirkungen verhindert werden. Um dieser Blendwirkung entgegen zu wirken und einen nutzbaren Arbeitsplatz zu schaffen, reicht oft ein Beschatten des Fensters aus.


Hierfür eignen sich die verschiedenen Innen-Sonnenschutzprodukte in unterschiedlicher Form.

1.    Plissee 

   Das Produkt eignet sich besonders für die Beschattung von Bildschirmarbeitsplätzen. 

  • Aufgrund der vielen Stoffe mit unterschiedlicher Licht-Transmission gibt es eine große Auswahl geeigneter Materialien, auch in schwer entflammbarer Ausführung.
  • Das EOS-System verfügt z.B. über eine große Anzahl von flexiblen Modellen. Der Stoff lässt sich von unten oder von oben verschieben und beschattet das Fenster ganz oder teilweise. Das Spitzenmodell BB24 lässt sich sogar in beide Richtungen frei verschieben. Der Stoff kann genau dort platziert werden, wo der Schutz gewünscht wird. Bereiche des Fensters können daher beschattet werden, andere bleiben frei und bilden eine Blickverbindung zur Außenwelt. 
Zudem gibt es viele Modelle, die mit zwei unterschiedlichen Stoffen ausgerüstet sind. Hier verwendet man einen transparenten Stoff als Sichtschutz und einen dichten Stoff als Blendschutz. Wie bei den zuvor genannten Modellen ist man auch hier äußerst flexibel und beschattet individuell und zweckmäßig.
 
•    Bei den praktischen Plissees ist es für die Funktion notwendig, die Spann- und Aufzugs-Schnüre durch das Gewebe zu führen. Dafür werden die Stoffe gelocht. Und diese Löcher lassen ein Restlicht in Form senkrechter Linienmuster hindurch.

•    Seitlich sollte ebenfalls kein Licht eindringen, daher empfiehlt sich die Montage auf den Fenster-Glasleisten. Eine Überlappung mit dem Fensterprofil verhindert dann den seitlichen Lichteinfall.

 

2. DUETTE®

  • Das Schwesterprodukt des Plissees ist in allen zuvor genannten Variationen lieferbar.
  • Auch die Kombination von Plissee- und DUETTE®-Stoff in einem Modell ist auf Wunsch möglich (transparenter Plissee-Stoff als leichter Sichtschutz, abdunkelnder DUETTE®-Stoff als Extrem-Blendschutz.
  • Die DUETTE®-Stoffe haben einen wabenförmigen Aufbau und isolieren im Sommer besser gegen Hitze und im Winter hochwertig gegen Kälte. Ein weiterer großer Nutzen ist die Tatsache, dass die Schnüre im Waben-Zwischenraum geführt werden und somit keine Stoff-Lochungen sichtbar sind. Daher gibt es bei DUETTE® auch kein Restlicht-Muster.

3.    Rollo

•    Das Rollo ist eines der ältesten Sonnen- und Blendschutz-Produkte. Auch hier sind viele für Bildschirmarbeitsplätze geeignete Stoffe lieferbar.
•    Der Rollostoff wird in der Regel nur von oben nach unten geführt. Eine flexible Nutzung ist nur bedingt gegeben.
•    Bei der Montage der Rollos auf dem Fensterflügel ist zu beachten, dass die Drehöffnung des Fensterflügels nicht beeinträchtigt wird.
 
4.    Vertikal-Lamellenanlagen und Flächenvorhänge
  • Auch diese für große Flächen geeigneten Produkte bieten sich für die Verhinderung von Blendwirkungen am Arbeitsplatz an. Bei ihnen werden Stoff-Lamellen oder –Segmente horizontal verschoben. Die Stoffe werden überlappend verarbeitet, sodass zwischen den Lamellen kein Licht eintreten kann.
  • Für beide Produkte steht eine Vielzahl geeigneter und auch schwer entflammbarer Stoffe zur Auswahl.
  • Die Lamellen der Vertikal-Anlagen erlauben zudem eine Regulierung des Lichteinfalls durch eine stufenlose Wendung.

Im Sonnenschutzmarkt werden für folgende Fensterausrichtungen die folgenden Restlichtwerte festgelegt. Diese Werte sind auch ausschlaggebend für die Klassifizierung der einzelnen Stoffe. Daraus ergibt sich je nach Büroarbeitsplatz eine ideale Beleuchtungsstärke von mindestens 500 bis maximal 1.500 Lux.
Ein Stoff-Transmissionswert von 5% bedeutet, dass 5% des einfallenden Lichtes durch das Material hindurch gelassen wird.Die Angaben zur Beleuchtungsstärke basieren auf den extremsten Lichtverhältnissen der Himmelsrichtungen. Bitte beachten Sie, dass bei spiegelnden Fassaden benachbarter Häuser ein höherer Blendschutz unabhängig von der Himmelsrichtung benötigt wird.

Bitte beachten Sie, dass selbst bei Abdunkelungsstoffen ein Lichteinfall je nach Modell und Montagesituation möglich ist.

Für die Himmelsrichtungen sollten die ausgewählten Stoffe folgende Transmissionswerte aufweisen:

Süden 0-5% Transmissionswert

Westen 2-6% Transmissionswert

Osten 2-6% Transmissionswert

Norden 15 – 20% Transmissionswert

Weitere Informationen zum Thema „Beschattung von Bildschirmarbeitsplätzen“ auf Anfrage.

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